Mittwoch, 2. Januar 2008

Bild-Kinder-Report: "Lesen schützt vor Alkohol und Drogen"

Wie schafft man mit "objektiven" Daten eine "subjektive" Wirklichkeit ?
Der "Bild-Kinderreport" hat 1002 Kinder im Alter zwischen 6 und 14 Jahren befragt: hier
Wer diesen Bericht liest lehnt sich beruhigt zurück und denkt "ich dachte gar nicht, wie vielen Kindern in Deutschland es sooo gut geht.......".

Wirklich? Sind Sie sicher?

Damit Sie mir inhaltlich folgen können, bitte ich Sie den kurzen Artikel vorher zu lesen. (Bitte haben Sie Verständnis, dass ich aus urheberrechtlichen Gründen an dieser Stelle nur auf den Originalartikel verweisen kann)

Und nun "mein" Bericht zu den Forschungsergebnissen:

  1. Nahezu ein Drittel der Kinder gehen nicht gerne zur Schule. 14 Prozent sorgen sich häufiger um ihre Noten und Zeugnisse
  2. Für deutlich über ein Drittel ist die Mutter nicht die wichtigste Bezugsperson und über die Hälfte der Kinder vermissen die Beziehung zum Vater
  3. 81 Prozent ziehen die Freunde in ihrer Freizeit der Familie vor. Fast ein Drittel der Kinder spielt nicht gerne draußen.
Und was erleben Sie nun? Dasselbe wie vorhin?

Dabei habe ich die Forschungsergebnisse überhaupt nicht verändert - nur anders berichtet..........

Nachtrag:
Zum Thema im Blog von Dr. Blume:
http://religionswissenschaft.twoday.net/stories/4577311/
....[...]
Unter hohem Zeitdruck überflogen Journalisten den Text, pickten die eingängstigsten Zahlen heraus (z.B. "40% fundamentale Muslime!") und verpackten das Ganze in möglichst peppige Überschriften.....[..]

Nachtrag 2:
Ein Beispiel zur "Desinformation" durch Informationsverweigerung von Marc Scheloske: hier



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