Samstag, 12. April 2008

Bezieher von Höchstrenten entscheiden über "normale" Rentner? Wie demokratisch sind Politiker?

Irgendwie scheint das alles eine Farce zu sein. Seit Jahrzehnten gehen Bundestagsabgeordnete mit gutem Beispiel voran und kassieren Renten, welche ein Normalbürger in seinem Leben nie erarbeiten kann, auch nicht durch freiwillige Zusatzbeiträge in diverse Rentenversicherungen.

Dennoch sind es jene, welche sich erst vor kurzem die eigenen Rentenbezüge "festgezimmert" haben und danach groß verkünden was angeblich den "Generationenvertrag" scheitern lässt....
Und wo bleibt die Selbstreflexion jener Vertreter, welche behaupten dabei die Interessen der nachwachsenden Generation zu vertreten? Hat Jens Spahn (27 Jahre - CDU-Abgeordneter) nicht auch für die immer noch sehr hohen Pensionsbezüge von Abgeordneten gestimmt? Wenn ja, wird er seine großzügigen Pensionsbezüge alsdann großmütig der Gerechtigkeit wegen an bedürftige Rentner verteilen?

Ja und Roman Herzog, welcher neben seiner stattlichen Pension als ehemaliger Richter auch noch Bundespensionen in nicht unerheblicher Menge kassiert. Ist er nicht gebettet in einem mit Geld gefüllten Federkissen des Wohlstandes ? Genau diese Leute, welche im Alterswohlstand leben, sind es, die hier Bescheidenheit anmahnen und vergessen, dass auch derzeit viele Renter unter dem Existenzminimum leben, oder sofern die Rente reicht, sich stark einschränken müssen.

Nun, wir kennen diese Spielchen eigentlich schon lange. Wenn große Arbeitgeber, Arbeitgeberpräsidenten mit einem enormen Jahresgehalt darüber lamentieren, dass ein Mindestlohn nicht zu finanzieren sei, dann klingt das für mich ketzerisch.

Eine Debatte - wie ungleich Wirtschaftsgüter verteilt sind - geführt von den Reichsten unserer Gesellschaft?

Lieber Herr Herzog, wie wäre es, wenn Sie Ihre Pensionsbezüge auf das reduzieren, was ein normaler Rentner in Ihren Augen zum Leben braucht und den Rest an jene spenden, welche bereits jetzt schon so wenig haben, dass sie nicht das Leben eines "normalen" Rentners führen können? So etwas würde doch Ihren verkündeten Vorstellungen entsprechen, nur warum tun sie es nicht, sondern reden nur darüber?

Lieber Herr Spahn, wie wäre es, wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen und Ihre Pensionsansprüche, welche Sie derzeit erwerben, dann auf das begrenzen, was Ihrer Ansicht nach in Zukunft für einen fairen, an die nachfolgende Generation denkenden, Bürger gelten soll ?

Denn bislang kann man hier nur sagen: "Wer im Glashaus sitzt....."

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