Donnerstag, 26. Juni 2008

So werden umweltbewusste Bürger hinters Licht geführt.....

Zunächst fing alles ganz harmlos an. Vergangenes Jahr veränderte unser Energieversorger seine Tarifstruktur. Insgesamt wurden die Tarife für Kleinverbraucher teurer und für Großverbraucher günstiger. Wer sich auf sparsamen Energieverbrauch konzentrierte wurde bestraft ! Das ist paradox. Natürlich verdient ein Energieunternehmen an der Menge der verkauften Energie. Da sind Kleinverbraucher und sparsame Bürger nicht willkommen. Nachdem über Jahrzehnte die Bundesbürger zum Energiesparen angehalten wurden, bereits in den Schulen Mülltrennung eingeübt wurde und zwischenzeitlich bei vielen Bundesbürgern die Mülltrennung bereits automatisiert abläuft, gelten neue - weniger energiesparorientierte und umweltbezogene Kriterien. Bildquelle Pixelio: (c) KlickerStadt- und landeseigene Energieunternehmen waren privatisiert worden. Früher wurde Energie nicht besteuert, heute werden 19 % Mehrwertsteuer fällig.

Und noch etwas hat sich geändert: jetzt geht es darum, mit "Energie" Geld zu verdienen und nicht mehr nur darum, dem Bürger Energie kostengünstig zur Verfügung zu stellen.

Allerdings: Das dem Volke gut anerzogene Umweltbewusstsein trägt seine Früchte und so ist die Nachfrage nach Öko- und Bio....gross. Das hat auch das Energieunternehmen T.W.O der Stadt Halle (Westf.) festgestellt und in einem Schildbürgerstreich aus dem seit Jahren bezogenen Strom, welcher ja aus gemischen Quellen stammt (wie bei allen Stromanbietern) den ökologisch gewonnenen Stromanteil herausgerechnet.

Holla und was hat die TWO Halle dann? Richtig: Echten Ökostrom!!
Also Preis rauf, Angebot rein: jetzt wird Ökostrom verkauft! Und was bekommt der Öko-Stromkunde aus seiner Steckdose? Richtig: den gleichen Strom, wie Normalstrombezieher Müller, Schulze, Schmidt und Meier auch, nämlich den gemischten Strom mit dem Stromanteil des Wasserkraftwerkes an der Mosel.


Den Kunden Frank Winter aus Halle hat dies sehr geärgert und so klärt er am 11.Juni2008 die Haller Bürger in seinem Leserbrief im Haller Kreisblatt darüber auf, dass er Ökostrom preiswerter als den Pseudo-Ökostrom der TWO bekommt. Davon fliessen noch ein Cent pro Kilowatt in den Bau von neuen, CO2-neutralen Kraftwerken. Da lohnt es sich der TWO adieu zu sagen und von dem Pseudo-Ökostrom zu einem echten Ökostromanbieter zu wechseln...... Bildquelle Pixelio: (c) Gabi Schoenemann

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